Tribolonotus novaeguineae

Neuguinea-Helmskink

Der Tribolonotus novaeguineae ist ein noch seltener Pflegling in der Terraristik und es gibt bisher nur wenige Halter und Züchter dieser Tiere. Daher sind die Informationen über diese Helmskinke auch noch sehr rar. Sie sind dem Tribolonotus gracilis jedoch so ähnlich, dass die Angaben oftmals übertragen werden. Dies ist jedoch nur teilweise möglich.

 

Aussehen

Tribolonotus novaeguineae werden ca. 17 cm lang, wovon die Kopfrumpflänge ca. 9 cm ausmacht. Der Körper ist von viel hellerer Farbe als der des wesentlich öfter gehaltenen Tribolonotus gracilis. Die Schuppen des Neuguinea-Helmskinkes sind von einem hellen grau-braun bis zu einem hellen orange-rot.
Wie sein Verwandter, hat auch der Neuguinea-Helmskink 3 Stachelreihen, die den Rücken bedecken und welche aus aufgerichteten Schuppen bestehen. Der Kopf dieser Skinke ist ebenfalls helmartig. Tribolonotus novaeguineae haben kaum etwas mit anderen Skinken gemein. Im Vergleich zu diesen haben sie deutlich kräftigere Extremitäten. Auch haben sie keine glatten Schuppen. Wo die meisten Skinke schon eher an eine Schlange mit verkümmerten Beinchen erinnern, scheint der  Neuguinea-Helmskink vielmehr einer Mischung aus Panzerechse und Drachen zu ähneln. 
Im direkten Vergleich mit dem Orangeaugen-Helmskink wirkt der Neuguinea-Helmskink etwas kleiner und gedrungener. Besonders der Kopf ist deutlich kleiner, als der des Tribolonotus gracilis.


Geschlechtsbestimmung

Auch das Neuguinea-Helmskink-Männchen besitzt an den Hinterfüßen meist an der 3. und 4. Zehe Brunstschwielen, durch welche sich das Geschlecht des Tieres sehr leicht bestimmen lässt. Manche Tiere weisen an mehr oder (s. Bild) gar allen Zehen solche Drüsen auf. 


Verhalten

Der Tribolonotus novaeguineae stellt sich seltener tot, als seine Artgenossen. Ich selbst konnte ein Todstellen bei meinen Tieren bisher noch gar nicht beobachten, vielmehr flüchten sie um so schneller. Dafür sind sie zeitgleich aber auch zeigefreudiger. Wo eine gerade frisch eingezogene Tribolonotus gracilis Nachzucht sich die ersten Tage (was sage ich? Wochen? Monate?) gar nicht zeigt, sind bei den Tribolonotus novaeguineae selbst Wildfänge etwas zeigefreudiger und schauen oftmals schon in den ersten Tagen immer mal wieder aus ihrem Versteck. Zwar zucken sie auch sehr schnell schreckhaft zurück, doch lassen sie sich davon kaum beirren und sind kurz darauf schon wieder zu sehen. Nachzuchten fressen sehr schnell von der Pinzette und lassen sich über das Futter auch gut hervorlocken. Meine selbst nachgezogenen Neuguinea-Helmskinke lassen sich inzwischen sehr gut bei der Jagd beobachten und kommen sobald ich Futtertiere in das Becken oder auch nur in ein benachbartes Becken setze, hervor. Nichts desto trotz sind auch Neuguinea-Helmskinke scheue Tiere und nichts für jemanden, der seine Tiere ständig beobachten möchte. Je öfter man sie stört und umso bedrohter sie sich fühlen, desto weniger werden sie sich zeigen und desto schneller werden sie die Flucht ergreichen. 
 
Auffällig ist, dass dieses zeigefreudige Verhalten auch bei Jungtieren vorhanden ist. Tribolonotus gracilis Nachzuchten brauchen im Vergleich sehr lange um sich sicher genug zu fühlen, auch mal herauszukommen, wenn der Halter zugegen ist. Manch eines meiner Tiere hat sich das erste Jahr nie freiwillig gezeigt. Und ich meine tatsächlich nicht selten,– sondern nie. Ich konnte beobachten, dass der Neuguinea-Helmskink hier anders -  zeigefreudiger - ist.  Auch andere Halter konnten mir dieses Verhalten bestätigen. Dennoch war ich sehr überrascht, dass sich ein frischgeschlüpftes Jungtier bereits am ersten Tag mehrfach zeigte und das, obgleich genug Versteckmöglichkeiten vorhanden waren. Auch im Aufzuchtbecken hat sich diese Nachzucht bereits in der ersten Woche regelmäßig blicken lassen.
 
Eine weitere Besonderheit meiner Neuguinea-Helmskinke ist die Tatsache, dass ihr Buddelverhalten noch weit ausgeprägter ist, als jenes der Orangeaugen-Helmskinke. Es gibt kaum ein Versteck in meinem Neuguinea-Helmskink-Terrarium aus dem sie sich nicht mindestens einen zusätzlichen Notausgang gebuddelt hätten. Einzig Korkrindenstücke, die so beschaffen sind, dass sie von Natur aus viele Ausgänge haben, werden zwar nicht mit weiteren Ausgängen versehen, dafür buddeln sie sich unter der Rinde Kuhlen in denen sie bequem und vor allem gut geschützt liegen können. Besonders ist darauf zu achten, dass das Badebecken einen stabilen und sicheren Stand hat. Steht es nur auf dem Bodengrund wird insbesondere dadrunter eine Höhle gebaut, in der sich die Tiere bevorzugt verkriechen.