Ernährung

Helmskinke ernähren sich ausschließlich von tierischer Kost in Form von Insekten und Weichtieren. Hier sind sie jedoch nicht wählerisch. Sie fressen Würmer, Schaben, Käfer, Larven, Grillen, Heuschrecken, aber auch alles andere, was ihnen über den Weg läuft und sie erbeuten können.

Viele Reptilienhalter gehen nun daher, kaufen nette kleine Futtertierschälchen und lassen die Futtertiere, bis sie vollständig verfüttert wurden in diesen handelsüblichen Schalen. Zusätzliches Futter wird den Grillen und anderen Getier meist gar nicht gereicht. Dies sollte man grundlegend überdenken. Auch wenn es einem nicht um die Futtertiere selbst geht, so sollte jedem verantwortungsbewussten Reptilienhalter zumindest wichtig sein, was seine Pfleglinge zu fressen bekommen. Gerade weil der Helmskink sich nur von Insekten ernährt und keine zusätzlichen Vitamine durch Obst oder anderes Frischfutter beziehen kann, ist der Zustand der Futtertiere ein sehr wichtiger Aspekt.

Auch ich kaufe handelsübliche Futtertiere, allerdings stets an dem Tag, an dem das Geschäft von dem ich meine Futterrtiere beziehe, eine frische Lieferung bekommt, so dass die Tiere nicht schon ewig lang in den Plastikschälchen im Geschäft saßen. Grillen setze ich gleich nach dem Kauf in eine größere Faunabox um, welche mit Fischflockenfutter und beispielsweise geriebenen Möhren oder auch mal Salat, Schlangengurke, Apfel und ähnlichem bestückt ist. Beim Umsetzen achte ich besonders darauf, dass kein Dreck von den ehemaligen Behältnissen mit umzieht. Trotzdem wird ein Teil der Futtertiere vor der Verfütterung mit einem Vitaminpräparat bestäubt, damit auch gewährleistet ist, dass die Echsen alle notwendigen Vitamine aufnehmen. Zudem achte ich darauf, dass die Futtertierbehälter sauber sind. Grillen, bei mir Steppengrillen, stellen das Grundfutter meiner Skinke dar. 

Heuschrecken reiche ich nicht mehr. Zum einen gehen meine Skinke da nicht gerne dran, zum anderen kann eine einzige nicht gefressene Heuschrecke ein solches Chaos an der Terrarienbepflanzung anrichten, dass es kein schöner Anblick mehr ist. Als ich Heuschrecken noch verfüttert habe, habe ich diese nur noch von der Pinzette gereicht, um eine Schädigung der Pflanzen zu vermeiden. Ins Terrarium gesetzte Heuschrecken haben dort erfahrungsgemäß sehr lange überlebt. Entweder sind sie zu sprunghaft und die Skinke bekommen diese eher schlecht gefangen oder aber sie schmecken ihnen einfach nicht so besonders. Da Skinke jedoch sogar fliegende Insekten, wie Motten, fangen, vermute ich, dass sie schlichtweg nicht schmackhaft genug sind. Was mich, wenn man die Herkunft der Skinke beachtet auch nicht weiter wundert, kommen Heuschrecken doch eher aus trockeneren Gebieten. Jedenfalls hatten die von mir verfütterten Heuschrecken oftmals alle Zeit der Welt, sich zu meinem Ärger an den Pflanzen zu schaffen zu machen.

Mehlwürmer und deren Puppen sollten nur selten verfüttert werden. Sie sind sehr proteinreich und können mitunter zu einer schnellen Verfettung der Tiere führen. Manch ein Halter füttert seine Tiere stets mit Mehlwürmern, damit die Helmskinke schneller wachsen, größer und kräftiger werden (klar, sie setzen schließlich viel Fett an) und einen kräftigeren, gesünderen Eindruck machen. Von einem solchen Verhalten ist dringend abzuraten. Es ist sehr ungesund für die Tiere. Man sollte Mehlwürmer wirklich nur als Ausnahme, z.B. als besondere Leckerei oder eben gar nicht reichen. Mehlkäfer jedoch kann man durchaus häufig reichen und da Mehlwürmer in der Zucht sehr einfach sind, züchte ich mir diese Käfer auch selbst. Alles was dafür gesorgt hat, dass Mehlwürmer zu einer Verfettung der  Helmskinke führen, haben die Larven während der Verpuppung aufgebraucht, so dass die Käfer so gut wie gar nicht ansetzen. Daher kann man die Käfer auch sehr häufig geben. Sie sind jedoch auch nicht sonderlich nährreich und daher als Haupt- oder Grundfutter eher ungeeignet. Ich füttere diese trotzdem sehr gerne, da gerade Skinke ja bekanntlich immer Hunger haben und sie so eine Kleinigkeit für zwischendurch „zugesteckt“ bekommen können, ohne gleich zuzunehmen.

Auch Regenwürmer können den Tieren gerne gereicht werden. Diese kann man im Angelbedarf erwerben, im eigenen Garten finden oder in manch einem Reptilienhandel kaufen. Auch kann man Regenwürmer wohl ohne größere Schwierigkeiten (bestmöglich in einem eigens dafür präparierten Behältnis im Garten) vermehren und halten.

Schaben kann man ebenfalls verfüttern. Da jedoch viele Schabenarten sehr groß werden ist darauf zu achten, dass sie nicht zu groß für die Helmskinke sind. Schaben lassen sich jedoch gut selbst züchten, so dass die zu großen Tiere durchaus noch ihren Nutzen haben und dafür sorgen, dass immer Nachwuchs zum Verfüttern vorhanden ist. Schaben gelten als ideales Futtermittel, besonders oft werden die kleinsten, jüngsten Schaben auch für die Aufzucht von Helmskinken empfohlen.

Generell sollte man bei der Fütterung oft mal etwas anderes geben und auch kombinieren. Wie oben genannt ernähren sich Helmskinke nur von Lebendfutter, daher soll dieses doch auch bitte schön so abwechslungsreich wie möglich angeboten werden. Motten beispielsweise fressen sie auch sehr gerne. Man kann also auch einiges reichen, was man im Haus, Keller und Garten findet, sollte jedoch darauf achten, dass es sich um keine geschützten, seltenen Insekten handelt.