Haltung

Haltungsparameter im Überblick

Terrariumgröße:
 

 Ab 80 x 50 x 50;  besser noch 100 x 50 x 50 oder größer

Einrichtung:


Mindestens ein Badebecken, optimal ist ein Flusslauf oder Wasserfall, 
sowie mehrere Versteckmöglichkeiten und eine üppige Bepflanzung. 

Ernährung:

Grillen, Schaben, Heuschrecken, Würmer, Käfer, Maden, Larven und Schnecken

Luftfeuchtigkeit:

Tagsüber 70%, nachts steigt diese auf bis zu 100%

Temperaturen:

Tagsüber 24-25°C, Nachtabsenkung auf 20° C

Anzahl der zu haltenden Tiere

Eine Einzelhaltung ist bedenkenlos möglich, da sie auch in der Natur ein einzelgängerisches Leben führen sollen.

Jegliche Literatur empfiehlt, diese Tiere maximal paarweise zu halten. Geschlechtsreife Helmskinke sollen recht heftige Kämpfe austragen, die den Tod eines der Tiere zur Folge haben können. Eine Angewohnheit, welche nicht nur bei den Männchen vertreten sein soll, sondern gerade auch bei paarungsbereiten Weibchen. Ich habe inzwischen allerdings von mehreren Haltern gehört, die eine Gruppe von zwei Weibchen und einem Männchen halten. Das Becken sollte hierfür besonders groß sein und entsprechend viele Versteckmöglichkeiten bieten. Ob dies nur in Ausnahmefällen gelingt oder generell möglich ist, weiß ich leider nicht. Ich selbst hatte ebenfalls zwei Weibchen, welche gemeinsam bei mir einzogen (der Vorbesitzer hielt sie wohl für ein Pärchen) und welche bei mir weiterhin zusammen gehalten wurden. Es kam zu keinerlei Verletzungen - auch nicht im kleineren Quarantänebecken, welches sie zu Anfang bezogen. Allerdings habe ich mich nicht getraut, Beide zu einem meiner vorhandenen Männchen zu setzen. Ein Experiment, welches die Verletzungen oder gar den Tod eines meiner Tiere zur Folge haben kann, gehe ich nicht ein. Das Risiko ist mir einfach zu hoch. 

Selbst wenn es immer wieder gemacht wird, kann ich von der Aufzucht mehrerer Nachzuchten in einem gemeinsamen Aufzuchtterrarium nur abraten, da sich auch die Jungtiere gegenseitig verletzen können, was auch zur Einstellung der Nahrungsaufnahme des unterdrückten Jungtieres führen kann. Nachdem zwei meiner Nachzuchten sich angegangen sind und die Jüngere einen Teil ihres Schwanzes eingebüßt hatte, werden bei mir alle Nachzuchten einzeln aufgezogen. 



Schutzstatus

Für die Helmskinke, welche in der Terraristik gepflegt werden (Tribolonotus novaeguinea & Tribolonotus gracilis), gibt es keinen nennenswerten Schutzstatus. Sie werden zwar in der Verordnung [EG] 318/2008 Anhang D (Ergänzung zur VO EG 338/97) geführt, doch für den privaten Halter hat der Anhang D keine Auswirkungen. Er besagt lediglich, dass diese Tiere, wenn man sie als Wildfänge einführt, bzw. aus deren Herkunftsland ausführt, meldepflichtig sind. Er ist also eher für Händler interessant, welche Wildfänge importieren wollen und für uns eher belanglos. Da es jedoch die Pflicht des Halters ist, dafür Sorge zu tragen, ob sich der Schutzstatus nicht ändert, sollte man regelmäßig in der Verordnung schauen und sich über den Schutzstatus seiner Pfleglinge informieren.